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Verdener Allerzeitung, 5. April 1988

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Walsrode. Märchen finden immer noch begeisterte Zuhörer und Zuschauer. Im Walsroder Jugendzentrum konnte man das am Gründonnerstag feststellen. Das Figurentheater Gingganz aus Meensen bei Göttingen begeisterte die kleinen und großen Bühnengäste mit dem Andersen-Märchen "Die Nachtigall".
Die Handlung um die Grenzen der Technik und die Unvollkommenheit der Menschen wurde auf faszinierende Weise als Schattenspiel dargestellt. Nur grob angedeutete Kulissen mit wenigen Farbtupfern von Diapositiven regten die Phantasie der Kinder an, wie die Zwischenrufe und Dialoge zeigten. Die zauberhaften Scherenschnitt-Figuren zogen die Kinder in ihren Bann.
Nach der etwa 50-minütigen Vorstellung wollten sie natürlich wissen, wie sich die Statisten mit den Drahtösen-Gelenken bewegen können. Mechthild Staemmler, die sie alle, vom Kaiser von China bis zur kleinen Nachtigall aus Sperrholz gesägt hat, erklärte es ihnen gerne. Stangen und Fäden Lampen, Tonbandgerät, Diaprojektor und die schwarzgestrichenen hölzernen Schauspieler, da sieht es hinter der Kulisse eher nach Werkstatt als nach Theater aus. Für manche der Kinder kaum zu glauben, daß diese Dinge es waren, die sie kurz zuvor in die Welt eines vor 100 Jahren geschriebenen Märchens gelockt hatten. |

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Märchen-Schattenspiel von der Nachtigall verzauberte

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Scherenschnitte in Aktion

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 © Figurentheater Gingganz, 2001-2005
Figurentheater Gingganz - Inszenierungen für Kinder und Erwachsene, Straßentheater - gegründet 1984 in Göttingen, fahrendes Theater, umfangreiches Repertoire von Märchen über "Der Kleine König Dezember" und "Oh wie schön ist Panama" bis hin zu Goethes "Faust", "Don Carlos" und "Warten auf Godot".
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