|
|
|
|
|
|

Drei Märchen mit Musik auf einem großen Sessel für Kinder ab fünf Jahren





|
von tow, Westfälische Nachrichten, 19. September 1996

|

|
Figurentheater Gingganz begeisterte Kinder und Erwachsene
 Drensteinfurt. Begeistert waren am Dienstag groß und klein vom Figurentheater Gingganz, das in der Alten Post das Stück "Hase und Igel und anderer Unsinn" auf die Bühne zauberte. Etwa 36 Kinder und ihre Eltern hielten das, was ihnen die Märchenerzählerin- und Hauptakteurin Mechthild Staemmler eine Stunde lang bot, jedoch keineswegs für Unsinn.
Ihre sehr guten Qualitäten als Schauspielerin mußte Mechthild Staemmler im Verlaufe der Vorstellung in vielfacher Hinsicht beweisen: So spielte Sie alle Rollen der drei Märchen "Haus im Glück", "Das tapfere Schneiderlein" und "Hase und Igel" selber, wobei sie den Kindern besonders durch ihre herausragende Mimik und durch ihr Bewegungstalent immer wieder klar machen konnte, welchen Charakter sie gerade spielte.
Verkleidungen und sonstige Hilfsmittel braucht eine gute Schauspielerin nicht; so reichte Mechthild Staemmler alias "Hans im Glück" ein normales Kissen, das sie kurzerhand als Goldklumpen nahm und zu einem Schwein oder einer Gans umformte. Ein weiteres selbsteingebautes Handicap, das sich später sogar als Vorteil für Aufführung herausstellen sollte, war das Bühnenbild, das einzig und allein aus einem drei Meter hohen roten Sessel bestand. Mechthild Staemmler stellte ihre Rollen auf, unter, hinter und in dem bequemen Polstermöbel dar. Äußerst vielseitig präsentierte sich das "gute Stück", hinter dem die Zuschauer auf den ersten Blick nichts Besonderes vermutet hatten. Immer wieder machte Mechthild Staemmler von diesem Utensil Gebrauch und verwandelte es in allerhand witzige Figuren.
Als es im zweiten Märchen "Das tapfere Schneiderlein" so schien, als würde das Stück seinen bisher eingeschlagenen Weg als "Ein-Mann-Show" weitergehen, baute die Hauptdarstellerin plötzlich einen neuen Knalleffekt ein. Ohne Vorwarnung verschwand die als Schneiderlein dekorierte Märchenerzählerin hinter der Lehne des roten Polstersessels, klappte selbige Lehne um und zum Vorschein kam ein perfekt ausgestattetes "Mini-Theater". Mechthild Staemmler wechselte erneut die Rollen und konzentrierte sich nun auf die viertelstündige "Aufführung in der Aufführung" mittels des Figurentheaters.
Auch dun letzten Teil der Vorführung, "Hase und Igel", führte Mechthild Staemmler mit Puppen vor. Diesmal baute sie den riesigen Sessel kurzerhand zur Buxtehuder Heide um, auf der sie den schnellen Hasen mit dem listigen Igel um die Wette laufen ließ. Besonders originell gebastelt waren die Puppen, die das Klischee vom hochnäsigen Hasen und vom schlauen Igel untermauerten. Viel Applaus ernteten Mechthild Staemmler und ihr Mann Michael, der für Beleuchtung und die vielen Toneinschübe verantwortlich war, von den Steppkes für ihre kindgerechte Vorstellung. Gleichermaßen überzeugt vom Können des Duos waren aber auch die Eltern, deren Erwartungen an das Figurentheater erfüllt wurden.
|

|


|
Ein halbes Königreich mit links

|
Unsinn wirklich schön

|


nach oben


 Impressum | Datenschutz


 © Figurentheater Gingganz, 2001-2005
Figurentheater Gingganz - Inszenierungen für Kinder und Erwachsene, Straßentheater - gegründet 1984 in Göttingen, fahrendes Theater, umfangreiches Repertoire von Märchen über "Der Kleine König Dezember" und "Oh wie schön ist Panama" bis hin zu Goethes "Faust", "Don Carlos" und "Warten auf Godot".
|
|
|