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von Diana Deniz , 23.10.2010 Augsburger Allgemeine

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Gersthofen. Mit einer Theaterfassung von Janoschs Kinderbuch „Oh, wie schön ist Panama“ begannen die Gersthofer Kinderkulturtage, die heuer den Schwerpunkt auf diesen Autor legen. Selten dürfte es vorkommen - wie im Ballonmuseum - dass von den Wänden die Helden von den Originalzeichnungen auf ihre Theaterebenbilder herabblicken. Die Ausstellung „Janoschs phantastisches Universum“ macht’s möglich.
 „Schnubidubiduschnappdipu“ singt der Regenwurm auf Michael Staemmlers Pappkartondrehbühne vergnügt und ist dabei in Eile, weil er auf Arbeit muss. Und vor lauter Hudeln fällt er mit einem lauten Schrei beinahe in hohem Bogen von der Bühne, sodass die Kinder sich kaum kriegen vor Lachen. Ja, ja, so eine Reise hat es in sich und der
kleine Tiger und sein Freund der Bär lernen dabei die unterschiedlichsten Charaktere kennen.
Die beiden wussten, dass es heute ein besonders schöner Tag werden würde, weil entweder Post kommt oder sie einen Schatz finden. Und tatsächlich, der kleine Bär angelt eine Kiste, die von oben bis unten nach Bananen riecht. Auf der Kiste steht Panama. Deshalb, weil es dort wohl überall nach Bananen riechen muss, brechen die Freunde auf und erleben viele Abenteuer.
Das Figurentheater Gingganz ist ein Einmanntheater und der Künstler Michael Staemmler ein wahres Multitalent. Mimik, Gestik, die verschiedenen Stimmlagen der Figuren,
bewusste Sprachfehler und Dialekte sowie Gesang baut er alles mit in seine Geschichte ein. Dazu fantastisch liebevoll gestaltete Figuren, heitere Musik an passender Stelle gewürzt mit jeder Menge Humor.
Die fast 150 jungen Zuschauer der Pestalozzi-Grundschule und des St. Elisabeth-Kindergartens im Ballonmuseum Gersthofen und auch die Erwachsenen sind begeistert. Staemmler versteht es, sein Publikum mitzureißen. Sei es durch lustige Gags, Mitraten oder Tischsprüche wie „Piep, piep, piep – wir haben uns alle lieb. Jeder isst so gut er kann, nur nicht seinen Nebenmann.“ Die Kinder gehen einfach mit, kennen den Spruch und wissen ganz genau, wann ihr Einsatz gefragt ist. Beim Panama-Rap, der von Bananenbrei, Bananensalat, Bananensuppe, Bananenbier, Bananeneis und Bananenwein handelt,
klatschen sie fleißig mit. „Oh wie schön ist Panama“ ist Kindertheater mit hohen Ansprüchen. Das zeigt sich im Ideenreichtum der gespielten Situationen, den Requisiten und auch dem Gesang. Denn als der Fuchs mit der Gans seinen Geburtstag feiern will, singt und swingt Staemmler mit einer fetzigen Stimme wie Bill Ramsey.
Natürlich haben Tiger und Bär auch einmal Hunger während ihrer Reise. Die Pilze sprießen aus der Bühne und der Puppenspieler schnippelt sie klein und schmort sie auf einem echten Campingkocher an. „Hat jemand noch ein Ei oder eine Zwiebel dabei?“, fragt er wie selbstverständlich das Publikum. Ein Kind reagiert spontan und wirft ihm symbolisch eine Zwiebel auf die Bühne.
Am Ende der Vorstellung darf jeder noch einen Blick in die geheimnisvolle große Theaterkiste werfen und Staemmler zeigt, wie er die Puppen zum Leben erweckt.
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Bananenbrot im Abendrot

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Da leuchten die Kinderaugen

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Junge Besucher gingen mit Bär und Tiger auf die Reise

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Oh wie schön sind Puppen

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 © Figurentheater Gingganz, 2001-2005
Figurentheater Gingganz - Inszenierungen für Kinder und Erwachsene, Straßentheater - gegründet 1984 in Göttingen, fahrendes Theater, umfangreiches Repertoire von Märchen über "Der Kleine König Dezember" und "Oh wie schön ist Panama" bis hin zu Goethes "Faust", "Don Carlos" und "Warten auf Godot".
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